#35 – Die Apotheose der Fußballgötter von Union
Shownotes
Skript
Danke
Die Musik wurde von David erstellt und die Logos von Steffi entworfen. Der Podcast beruht auf dem Konzept des famosen Geschichts-Podcasts Geschichten aus der Geschichte von Daniel Meßner und Richard Hemmer. Danke für alles!
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Intro: Um den Fußballpokal der Hauptstadt standen sich im Poststadion die Mannschaften von Oberschöneweide, dem Pokalverteidiger und Charlottenburg gegenüber.
Intro: Der Bäckermeister aus Niederschöneweide Theo Zobel ruft auf einmal Eisern Union.
Intro: Eisern Union!
Intro: Eine Bankbürgschaft aus Unions Lizenzunterlagen hatte sich als gefälscht herausgestellt.
Intro: Union ist gerettet.
Intro: Union ruft alle Berliner Fußballfans dazu auf, sich am Räumen des Stadions
Intro: von Schnee und Eis zu beteiligen.
Intro: Ein Jahr lang haben die Union Berlin Fans an ihrem geliebten Stadion an der alten Försterei gebaut.
Intro: Und jetzt ist die siebte Minute angebrochen und es gibt eine schöne Geste für die Nummer 7.
Intro: Doch die Unioner selbst werden gut beraten
Intro: sein, auch in der Stunde der Euphorie niemals zu vergessen, was war, um so zu bleiben, wie sie sind.
Sebastian Fiebrig: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Und niemals vergessen, unserem kleinen, aber feinen Geschichtspodcast über die Geschichte des 1. FC Union Berlin, in dem wir das
Sebastian Fiebrig: Bin ich Sebastian und Daniel, hallo?
Sebastian Fiebrig: Hallo Sebastian.
Sebastian Fiebrig: Euch alle drei Wochen eine Geschichte aus der langen Geschichte des 1. FC Union Berlin und seiner Vorgänger, Parallelvereine und was es sonst noch so gab.
Sebastian Fiebrig: Der Clou an der Geschichte ist, dass die andere Person hier im Podcast nicht weiß, welche Geschichte sie hören wird und quasi mit euch Hörerinnen und Hörern das erste Mal hört.
Sebastian Fiebrig: Und diese Woche ist Daniel dran, uns eine Geschichte zu erzählen.
Sebastian Fiebrig: Deswegen obliegt mir nochmal die Aufgabe zu fragen.
Sebastian Fiebrig: Daniel, erinnerst du dich denn noch, was ich denn letztes Mal für eine Geschichte erzählt habe?
Daniel Roßbach: Du hast mir von Jimmy Hooge erzählt und eigentlich nicht so ganz eine Union-Geschichte, sondern eigentlich eine
Daniel Roßbach: FSK vorwärts, FSK stimmt doch, oder?
Daniel Roßbach: Die Abkürzung?
Sebastian Fiebrig: Nee, ASV bzw.
Sebastian Fiebrig: ASK, ja.
Daniel Roßbach: Ah ja.
Daniel Roßbach: Genau, vorwärts jedenfalls Geschichte, wo Jimmy Hoge seine leistungssportliche Karriere eigentlich so angefangen hat.
Daniel Roßbach: Und dann aber die jäh unterbrochen wurde aus Gründen, die du daher ausführlich erzählt hast.
Daniel Roßbach: Und die dann im Prinzip dazu geführt haben, dass er überhaupt zur Union kam und dann da nochmal eine Phase hatte und ja, auch eine legendäre Phase, wenn man so will.
Sebastian Fiebrig: Auf jeden Fall.
Sebastian Fiebrig: Ich bin sehr, sehr gespannt, was du uns diesmal für eine Geschichte erzählen wirst.
Sebastian Fiebrig: Und damit könnten wir eigentlich loslegen.
Daniel Roßbach: Auf jeden Fall.
Daniel Roßbach: Ich will heute.
Daniel Roßbach: eine eher kurze Geschichte eigentlich davon erzählen, wie sich eines der stilfrägenden Elemente bei Union so etabliert hat im Stadionerlebnis von Union.
Daniel Roßbach: Und zwar ein Element, das zu den Dingen gehört, die, ähm, die wir in dieser sehr anstrengenden Pandemiezeit gerade, in der uns ja unter anderem Fußball als Stadionerlebnis sehr fehlt, auf jeden Fall vermissen.
Daniel Roßbach: Und die
Daniel Roßbach: So einer der Momente, zu denen man sich jetzt zurücksehnt.
Daniel Roßbach: Und ich will mich auch gleich mal dafür entschuldigen, es tut mir leid, wenn.
Daniel Roßbach: Darüber zu reden, jetzt so ein bisschen immer aufs Schlimme-Charakter hat, so ein bisschen wie wenn Union schöne Bilder vom Stadion postet auf Twitter.
Daniel Roßbach: Das fühlt sich bei mir auch immer ein bisschen seltsam an, gerade wenn man da halt nicht hingehen kann.
Daniel Roßbach: Aber vielleicht funktioniert ja die Folge dann trotzdem auch so ein bisschen als Methadon dafür.
Daniel Roßbach: Und vielleicht macht es ja trotzdem Spaß, darüber was zu hören, was man gerade eben nicht richtig live miterleben kann.
Daniel Roßbach: Und noch eine ganz kurze Entschuldigung, jetzt schon mal, dass die Folge an ein paar Stellen ein bisschen selbstreferenziell wird in gewisser Hinsicht, aber das lässt sich nicht vermeiden und ich glaube, da gibt es dann auch
Daniel Roßbach: Eigentlich einen ganz guten Grund dafür, aber das werdet ihr dann gleich noch hören, was ich damit meine.
Daniel Roßbach: Sorst, du hattest ja jetzt schon ein paar Momente Zeit, darüber nachzudenken, welches Ritual ich da meinen könnte.
Daniel Roßbach: Und wenn du an die Apotheose der Unionspieler gedacht hast, dann hast du es sicher schon erraten.
Daniel Roßbach: Es geht nämlich darum, wie aus Fußballern bei Union Fußballgötter geworden sind.
Daniel Roßbach: Das Gottwerden, Apathiose.
Daniel Roßbach: Das ist, worum es geht.
Daniel Roßbach: Und für alle, die dazuhören und die vielleicht nicht ganz so oft zur Union gehen, also es gibt ja quasi auch Hörerin nach dem Motto
Daniel Roßbach: In den Farben getrennt, im Interesse an Fußballgeschichte vereint oder so.
Daniel Roßbach: Oder vielleicht für alle, die in der langen Zeit, die wir jetzt schon nicht im Stadion sein können, schon wieder vergessen haben.
Daniel Roßbach: Wie das so läuft.
Daniel Roßbach: Da will ich einmal kurz erklären, worum es geht.
Daniel Roßbach: Wie in jedem Stadion, werden ja auch bei Union vor dem Spiel immer die Mannschaftsaufstellung angesagt vom Stadionsprecher.
Daniel Roßbach: Im Fall von Union ist das seit einer ganzen Weile ja schon Christian Arbeit.
Daniel Roßbach: Und der verliest dann eben so ungefähr 25 Minuten vor Angriff oder so oder 20 Minuten, vielleicht eine Viertelstunde.
Daniel Roßbach: Zeit vergeht ja immer ein bisschen seltsam.
Daniel Roßbach: Die Aufstellung des Gegners, bei denen dann jeder ein gleichgültig bis verächtliches Nahund als Antwort auf seinen Namen zugeschrieben bekommt.
Daniel Roßbach: Und deutlich näher am Anfang sagt Christian dann, wer von nun an dem Tag im Kader steht und spielt.
Daniel Roßbach: Und die Aufstellung kann man natürlich im Prinzip schon kennen zu dem Zeitpunkt, wenn man entweder irgendwie
Daniel Roßbach: mitliest, wo die so veröffentlicht wird oder wenn man einfach beim Warmmachen guckt, wer sich wo warm macht, in welcher Gruppe.
Daniel Roßbach: Aber es geht ja bei diesem, bei diesem Ritual eben
Daniel Roßbach: Um das Ritual selber und mehr als um Informationen darüber, wer jetzt gerade spielt.
Daniel Roßbach: Also es geht wirklich eher so um so eine Art Selbstvergewisserung, könnte man eigentlich sagen.
Daniel Roßbach: Und darauf kommen wir dann auch gleich nochmal zurück.
Daniel Roßbach: Also dieses Jahr-Ritual besteht jedenfalls dann darin, dass Christian Nummern, Namen, Vornamen, Nachnamen.
Daniel Roßbach: Von Unions Startheft, den Spinnern auf der Bank und des Trainers ansagt.
Daniel Roßbach: Dennoch noch mit kurzen Anmerkungen dazu, in welcher Situation sie sich gerade befinden.
Daniel Roßbach: wenn vielleicht jemand gerade seinen Vertrag verlängert hat oder wenn jemand aus langer Verletzung zurückkommt.
Daniel Roßbach: Und dass das Publikum dann jedem von diesen Spielern und diesem Trainer von Union
Daniel Roßbach: Ein Fußballgott anhängt.
Daniel Roßbach: Und das auf den ersten Blick ja eine ziemlich einfache Idee und scheint, wenn man das vor allem, wenn man es nicht anders gewohnt ist, ja auch ganz natürlich so.
Daniel Roßbach: Aber wie das bei ein paar Dingen, bei Union ja so ist, die eigentlich einem sehr natürlich vorkommen und sich gar nicht viel Gedanken darüber macht.
Daniel Roßbach: Ist das ja eine relativ einmalige Geschichte.
Daniel Roßbach: Das macht, soweit ich weiß, eigentlich niemand sonst so.
Daniel Roßbach: Eigentlich gibt es, soweit ich weiß, keine anderen Fans oder Vereine, die so polytheistisch, wenn man so will.
Daniel Roßbach: Mit ihren Mannschaften umgehen.
Daniel Roßbach: Da gibt es höchstens mal einen Fuß bei Gott gleichzeitig.
Daniel Roßbach: Und dass es bei Union anders ist, ist deswegen auch was, was Beobachtern von außen immer mal wieder auffällt, wenn sie über Union reden oder über Union schreiben.
Daniel Roßbach: Zum Beispiel war das auch der Fall, als der Deutschlandfunk vor einigen Jahren schon mal ein Feature über Union gemacht hat.
Daniel Roßbach: Und da können wir vielleicht auch gleich mal reinhören mit einem kleinen O-Ton.
O-Ton: Die Gästespieler bekommen, so ist es hier üblich, von den Union-Fans alle denselben zweiten Familiennamen verpasst.
O-Ton: Er lautet na und?
O-Ton: Auch die Unionsspieler scheinen einer gemeinsamen Sippe zu entstammen.
O-Ton: Es ist die Familie Fußballgott.
O-Ton: Die Mannschaftsaufstellung des ersten Union Berlin im Tor.
O-Ton: Unsere Nummer 1, Jan Glinker, mit der Nummer 3, Dominic Peitz.
O-Ton: Mit der Nummer 4.
O-Ton: Ahmed Madouni!
O-Ton: Mitte Nummer 6, Bernd Rauw!
O-Ton: Mit der Nummer 7, Patrick Kohlmann!
O-Ton: Mitte Nummer 9, John Jairo Mosquera!
O-Ton: Mitte Nummer 16, Christoph!
O-Ton: Menz, mit der Nummer 17 und der Mannschaftskapitän Torsten Mattuschka.
O-Ton: Mit der Nummer 22, Karim Benyamina, mit der Nummer 23, Björn Brunnemann.
O-Ton: Und nach vielen Monaten wieder dabei, heute eine Startformation.
O-Ton: Michael Parensen.
O-Ton: Und das gleiche von Jungs auf der Bank mit.
O-Ton: .
O-Ton: Nummer 40 Marcel Höttecke.
O-Ton: Und mit der Nummer 5 endlich wieder im Kader.
O-Ton: Christian Stuff.
O-Ton: Und mit der Nummer 8 Mac Younga-Mouhani Mohari.
O-Ton: Und mit der Nummer 10, Santi Kolk.
O-Ton: Die Nummer 15.
O-Ton: Daniel Göhlert mit der Nummer 19, Chinedu Ede und mit der Nummer 21, Halil Savran.
O-Ton: Unser Trainer heißt Uwe Neuhaus.
O-Ton: Auf geht's Leute. Das ist unser Stadion.
O-Ton: Das ist unser Spiel!
Sebastian Fiebrig: Ich habe das gleich mal ein bisschen länger auslaufen lassen.
Daniel Roßbach: Erstens, weil man es ja wirklich vermisst.
Daniel Roßbach: Zweitens, weil ich finde, das ist ein schönes Beispiel für dieses Ritual ist.
Daniel Roßbach: Und drittens, weil man halt in diesem Kommentar, an den kurzen, die da noch mit drin waren, eben hört, dass es offenbar was ist, was Leuten auffällt und was ein gutes Sinnbild für die Eigenheiten von Union so vorkommt.
Daniel Roßbach: Und unter anderem Letzteres, und das ist eben gerne mal als eine der Metaphern für Union und wie das alles hier so funktioniert, verwendet wird, das hat eben auch dazu geführt, dass ich mich gefragt habe.
Daniel Roßbach: Seit wann ist das eigentlich so?
Daniel Roßbach: Und wie kam man überhaupt darauf?
Daniel Roßbach: Und genau mit der Frage ist das natürlich dann auch ein Thema für unseren kleinen Geschichtspodcast hier.
Sebastian Fiebrig: Ich bin gespannt, ich weiß es nämlich nicht.
Daniel Roßbach: Das Interessante ist, dass es auf diese Fragen, seit wann ist das eigentlich so und wie kam man darauf, eine ziemlich konkrete Antwort gibt?
Daniel Roßbach: Also anders als zum Beispiel dem viel älteren Schlachtruf Eisen Union, über den du ja in der ersten Folge von dem Podcast hier gesprochen hast.
Daniel Roßbach: Wie gesagt, das gibt es halt hier eine relativ begründbare oder eher gründbare
Daniel Roßbach: Sache, der man auf den Grund gehen kann.
Daniel Roßbach: Und das liegt eben daran, dass dieses Ritual noch gar nicht so alt ist, nämlich erst ungefähr 15 Jahre.
Daniel Roßbach: Das stammt nämlich aus der Rückrunde der Saison 2005-2006.
Daniel Roßbach: Wenn man richtig mitrechnet und sich mit erinnert, weiß man, dass Union da gerade nach dem sportlichen Kollaps, der mit 2000er, in der Oberliga gespielt hat.
Daniel Roßbach: Und Christian, Christian Arbeit hat die Entstehung dieses Rituals in diesem Moment tatsächlich in dem Film zur letzten Saison, zu der ersten Bundesliga-Saison, der das Union verstehst, verlinken wir auch in den Shownotes.
Daniel Roßbach: einmal erzählt und auch da können wir nochmal ganz kurz reinholen.
Christian Arbeit: Das war so, dass wir das eine normale Mannschaft gab, in der unglaublich viele Christians und Daniels mitspielten.
Christian Arbeit: Und es
Christian Arbeit: Es gab keine Anzeigetafel.
Christian Arbeit: Auf jeden Fall war es dann immer so, dass die Leute dann nicht so genau wussten, Mist, welcher ist das denn jetzt, der jetzt dran ist.
Christian Arbeit: Und dann kam es immer nicht so richtig druckvoll.
Daniel Roßbach: Genau, es gab also so eine Art Orientierungslosigkeitsproblem des Publikums und für die hat sich äh
Daniel Roßbach: Christian oder haben sich die Leute eben eine Lösung einfallen lassen und Christian hat die dann dem Stadion vorgeschlagen?
Christian Arbeit: Er beschreibt das so: Ich würde mal sagen, ich mache das und ihr macht das, wenn ihr wollt.
Christian Arbeit: So, und seitdem machen wir das so.
Daniel Roßbach: Genau, weil stellte sich raus, die Leute wollen das offenbar so.
Daniel Roßbach: Und an der Stelle, wenn Christian ihm sagt,
Daniel Roßbach: Dass es den Leuten ein bisschen schwierig gefallen ist, zu wissen, wer ist jetzt eigentlich wer, wie heißt jetzt eigentlich wer, welchen Namen muss ich jetzt rufen.
Daniel Roßbach: Kann ich vielleicht nur sagen, dass ich diese Variante, das zu lösen, wirklich charmant finde.
Daniel Roßbach: Gerade weil sie sehr einladend ist.
Daniel Roßbach: Also natürlich neuen Spielern gegenüber, die dann automatisch gleich in diesen Fußballgottstatus mit aufgenommen werden und nicht erst, wenn sie irgendwie 348 Spiele gemacht haben und sich zehnmal das Kreuzband gerissen haben für einen Verein oder so.
Daniel Roßbach: Sondern eben sobald man irgendwie bei Unionen spielt, gehört man auch da dazu.
Daniel Roßbach: Aber sie ist auch einladend gegenüber neuem Publikum.
Daniel Roßbach: Weil man muss eben nicht erst jeden Spielervornamen kennen, um dann zu wissen, welcher Nachname dazu gehört oder
Daniel Roßbach: um bei dieser Forschung mitzumachen.
Daniel Roßbach: Man muss auch nicht wissen, in welcher Kadenz jetzt der Nachname, den man vielleicht schon kennt, genau gerufen wird, um dann nicht irgendwie peinlich länger oder anders in einem falschen Rhythmus mit den anderen mitzuschreien.
Daniel Roßbach: Sondern man muss einfach nur diesen Grundgedanken begreifen, dass die Definition von Fußballgott lautet.
Daniel Roßbach: Bezeichnungen, die alle Spieler des 1. FC Union, Berlin
Daniel Roßbach: Zum Beispiel Tusche, Keila, Baume, Patrick Böhni, Micha oder Karim ab dem ersten Betreten des Platzes bis an ihr Lebensende adelt.
Daniel Roßbach: Die Definition, die ich da jetzt gerade mal rausgesucht habe, die stammt aus dem Buch Wir von Jan Hollants, Ute Arbeit und Lautenschläger.
Daniel Roßbach: Da gibt es so ein Glossar drin, und da
Daniel Roßbach: ist eben auch der Fußballgott, der Unionische, die Unionischen sind da auch erklärt und das zeigt ja auch schon, wie sehr das so zum Unionersein, zum Union gehen dazugehört.
Daniel Roßbach: Eben dieses Ritual zu verinnerlichen.
Daniel Roßbach: Allerdings muss man zu den Erinnerungen von Christian, in die wir da gerade kurz reingehört haben.
Daniel Roßbach: Und ich hatte ihn auch nochmal gefragt, ob es dazu noch mehr zu sagen gibt.
Daniel Roßbach: Christian sagte mir eigentlich nicht, also eigentlich ist das schon die ganze Entstehungsgeschichte gewesen.
Daniel Roßbach: Man muss aber dazu sagen, dass ihn seine Erinnerungen da vielleicht doch ein kleines bisschen täuscht.
Daniel Roßbach: Denn so eine richtig große Häufung von verschiedenen Vornamen gab es eigentlich in diesem Kader nicht.
Daniel Roßbach: Wir verlinken in den Shownotes mal die
Daniel Roßbach: Den Kader, die schöne Seite immerunioner.de, hat ja dann eine schöne Übersicht, da kann man sich das mal anschauen.
Daniel Roßbach: Und es gab tatsächlich drei Daniels in diesem 2005-2006-Kader.
Daniel Roßbach: nämlich Daniel Klose, Daniel Schulz und Daniel Teixeira.
Daniel Roßbach: Aber ich weiß nicht, ob das wirklich für so viel Verwirrung gesorgt haben kann.
Daniel Roßbach: Denn einer von denen, Daniel Klose, war nur
Daniel Roßbach: In Anführungszeichen der dritte Tor heute und stand eigentlich kaum im Kader und hat eigentlich auch nie für Union in Pflichtspielen zumindest gespielt.
Daniel Roßbach: Der andere Daniel Teixera hat eher einen sehr praktischen Spitznamen, bei dem man ihn einfach vor allem gerufen hat, sodass man ihn und Daniel Schulz, glaube ich, auch nicht zu sehr verwechselt hätte.
Daniel Roßbach: Ich glaube, das hätte man schon noch hingekriegt.
Daniel Roßbach: Und eine Häufung von Christians, die Christian dann noch angesprochen hat und auch mit dem neuen Trainer, der zu dieser Rückrunde dazu kam, Christian Schreier, damals der
Daniel Roßbach: Aus Neuruppin, wenn ich es gerade nicht verwechsel gekommene.
Sebastian Fiebrig: Ich verwechsel immer Neustrelitz in Neuruppin da, also deswegen.
Daniel Roßbach: Genau.
Daniel Roßbach: Ich glaube, es ist Neustrelitz du hast recht.
Daniel Roßbach: Also irgendwas kam her von dem ehemaligen Aufstiegskonkurrenten, dem das Geld ausgegangen ist und ist da mit Union
Daniel Roßbach: Aufgestiegen und hat in der kommenden Saison noch die Klasse in der Regionalliga gehalten und ist dann aber auch schon wieder gegangen.
Sebastian Fiebrig: Also jedenfalls Darf ich kurz sagen, er war vielleicht auch gar nicht mehr so oft da.
Sebastian Fiebrig: Aber das ist vielleicht eine andere Geschichte.
Daniel Roßbach: Ja, genau.
Daniel Roßbach: Auch da kann man einmal kurz auf seine Biografie auf Immer Unioner gucken und vielleicht gehen wir dann darauf irgendwann nochmal ein bisschen mehr ein.
Daniel Roßbach: Also jedenfalls konnte ich jetzt nicht aus der Rückschau nicht so richtig ableiten, wo diese Verwirrung herkam.
Daniel Roßbach: Ich würde aber mal eine Vermutung anstellen, und zwar, dass sie nicht so sehr mit den Namen von den Leuten zu tun hatte.
Daniel Roßbach: sondern vielleicht doch eher damit, dass logischerweise nach diesem Abstieg aus der dritten Liga, also der damaligen Regionalliga in die vierte Liga, in die Oberliga
Daniel Roßbach: dieser Kader natürlich einen erheblichen Umbruch erlitten hat und da sich sehr viel umgestellt hat und es auch in der Saison immer noch Neuzugänge gab.
Daniel Roßbach: So dass es, glaube ich, generell einfach ein bisschen schwierig war, sich an so eine ziemlich neue Mannschaft zu gewöhnen.
Daniel Roßbach: Einige von den Leuten, die dann in dieser Oberligamannschaft spielen, konnte man ja dann auch länger bei Union verfolgen.
Daniel Roßbach: Zum Beispiel Daniel Teixeira.
Daniel Roßbach: Aber vielleicht brauchte man dann halt einfach ein bisschen um
Daniel Roßbach: Sich da reinzufinden und irgendwie eine persönliche Beziehung zu dieser Mannschaft und zu den einzelnen Spielern aufzubauen.
Daniel Roßbach: Und vielleicht war das eher dann das, was zu dieser Orientierungslosigkeit, wie ich es vorhin genannt habe, geführt hat.
Daniel Roßbach: Und interessant ist dabei vielleicht noch so ein bisschen, dass tatsächlich Christians erste Saison als Stadionssprecher auch war, in der er diesen Teil der Liturgie, mich das immer gerne nenne, eingeführt hat.
Daniel Roßbach: Und wie Christian überhaupt dazu kam, bei Union Stadionsprecher und später auch Pressesprecher zu werden, hat er mal bei uns im Podcast erklärt, im Textilvergehen-Podcast, dem anderen Podcast, dem Mutterschiff dieser Ausgründung hier.
Daniel Roßbach: Und zwar in Folge 402, also zusammen mit Micha Parensen bei uns zu Gast war, den Link dazu und zu dem zu der entsprechenden Passage von dem Podcast.
Daniel Roßbach: findet natürlich auch in den Shownotes zu der Folge hier genau da erzählt Christian eben ein bisschen, wie er damals dazu kam
Daniel Roßbach: Eben bei jedem Spieltag auf dem Platz zu stehen und unter anderem die Aufstellung vorstellen.
Daniel Roßbach: Was ich an dieser Ursprungsgeschichte der Union Fußballgötter auch noch spannend finde, ist, dass sie
Daniel Roßbach: eben nicht komplett spontan oder über Jahre und Jahrzehnte gestreckt oder diffus irgendwie im neuen Kosmos verstreut ist, sondern sich eben so praktisch und konkret gestaltet.
Daniel Roßbach: Also dass man einfach das Problem hatte.
Daniel Roßbach: Wenn wir die Leute die Namen rufen, lassen kommt da nicht so viel.
Daniel Roßbach: Das müssen wir irgendwie anders machen.
Daniel Roßbach: Und dass dann Leute eine Idee hatten, das vorgeschlagen haben.
Daniel Roßbach: Und
Daniel Roßbach: Jetzt könnte man ja sagen, ja, irgendwie ist es ja dann doch nicht so richtig gewachsen und irgendwie nicht so echt in irgendeiner Weise.
Daniel Roßbach: Aber das würde ich gar nicht so sehen, sondern ich würde einfach sagen.
Daniel Roßbach: Nur weil man sich was irgendwann mal ausgedacht hat und irgendwann konkret mit was angefangen hat, ist es ja deswegen nicht weniger real oder echt.
Daniel Roßbach: Oder legitim oder etabliert.
Daniel Roßbach: Und als ich Christian gefragt habe, wie sie eben dazu kam und wie sich das so etabliert hat, sagt er, dass es am Anfang vielleicht schon ein bisschen die Diskussion gab.
Daniel Roßbach: ob das denn jetzt jeder gleich verdient hat, mit Fußballgott begrüßt zu werden, aber dass sich Skepsis darüber nie durchgesetzt hat.
Daniel Roßbach: Und wenn sich so ein Ritual dann einfach in der Praxis bestätigt, und wenn es sowas ist, auf das man sich
Daniel Roßbach: immer wieder freut, wenn man daran denkt, wie es ist, zur Union zu gehen, dann bestätigt sich das ja unabhängig davon, auch wo es herkommt, einfach weil es funktioniert.
Daniel Roßbach: Und realer kann so ein Gottstatus ja dann, glaube ich, einfach auch wirklich nicht sein.
Daniel Roßbach: Das war jetzt eigentlich schon fast die Geschichte, die ich erzählen wollte heute, aber noch nicht so ganz.
Daniel Roßbach: Denn die ein oder andere Glaubenskrise gab es beim FC Union, unsere Religion, dann nämlich doch auch noch.
Daniel Roßbach: Nicht mehr so viele seit 2005, 2006.
Daniel Roßbach: Lief ja dann meistens eher gut in den letzten 15 Jahren.
Daniel Roßbach: Aber zumindest auf einen Moment, in dem das ein bisschen gekriselt hat, bin ich dann doch noch gestoßen, nämlich ein Heimspiel gegen den SC Paderborn am Beginn der Saison 2011-2012.
Daniel Roßbach: Dieses Heimspiel kam nach einer 4-0-Niederlage gegen Fürth im ersten Saisonheimspiel in der Zweiten Liga damals.
Daniel Roßbach: Es kam nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal bei Rot-Weiß Essen.
Daniel Roßbach: Das hat.
Daniel Roßbach: Zwar manchen Zuschauern so vom Erlebnis her durchaus Spaß gemacht, aber sportlich und auch als Auswärtsfahrt war das, glaube ich, weniger spaßig.
Daniel Roßbach: Und deswegen können wir uns jetzt mal anhören, wie danach so die Begrüßung der Mannschaft klang.
Speaker 2: Hier kommt die Mannschaftsaufstellung des 1. FC Union Berlin.
Speaker 2: Für den 1. FC Union Berlin in der Zweiten Bundesliga, unsere Nummer 28.
Speaker 2: Mit der Nummer 2 Christopher Quiring, mit der Nummer 5 Christian Stuff. Seit drei Jahren in Berlin seit drei Jahren für Union.
Speaker 2: Eigentlich noch Vertrag bis 2013.
Speaker 2: Für ein weiteres Jahr und noch ein weiteres mit leistungsgezogener Option.
Speaker 2: Unsere Nummer 7, Patrick Kohlmann
Speaker 2: Und jetzt Nummer 8.
Speaker 2: Markus Karl. Die Nummer 11 Simon Terodde, die Nummer 15, Daniel Göhlert.
Speaker 2: Die Mitte Nummer 16, Christoph Menz, mit Nummer 17 unser Mannschaftskapitän Torsten Mattuschka.
Speaker 2: Mit der Nummer 23, Silvio.
Speaker 2: Zum ersten Mal seit Monaten.
Speaker 2: Wieder von Beginn an dabei.
Speaker 2: Schön, dass er wieder auf dem Platz steht.
Speaker 2: Mit der Nummer 29, Michael
Speaker 2: Parensen. Auf der Bank nehmen Platz, auch da ein Neuer im Tor.
Speaker 2: Und da auch den einen oder anderen bekannt, wer zu unserer Zweiten geht.
Speaker 2: Unser Nummer 31 Eric Niendorf.
Speaker 2: Die Nummer 9 John Jairo Mosquera, die Nummer 14 Patrick Zoundi.
Speaker 2: Unser Trainer heißt Uwe Neuhaus.
Speaker 2: Auf geht's und niemals vergessen.
Sebastian Fiebrig: Ich bin ja sehr gespannt, was du mir jetzt erzählst, was da jetzt so anders war.
Sebastian Fiebrig: War es leiser oder.
Daniel Roßbach: Ja, also ich finde, dass man da jetzt schon deutlich eine gewisse Unzufriedenheit rausgehört hat und vor allem eine Abstufung.
Daniel Roßbach: davon, bei wem da lauter gerufen wurde.
Daniel Roßbach: Lustigerweise, übrigens, dass jetzt wir zwei Beispiele davon gehört haben, die nicht danach ausgewählt waren, dass jedes Mal Michael Parensen aus einer langen Verletzung zurückkamen, aber
Daniel Roßbach: Naja gut, das ist ihm halt leider öfters mal passiert, aber ist vor allem halt auch lang genug da gewesen, um nicht nur bei beiden Spielen, die wir jetzt erwähnt haben, da zu sein, sondern eben auch
Daniel Roßbach: Sich immer noch zurückzukämpfen und dann ja noch eine ganze Weile für Union zu spielen.
Daniel Roßbach: Und für den Fall, dass einem jetzt aber in dem Ton, so wie man jetzt in der Aufnahme gehört hat, noch
Daniel Roßbach: Noch entgangen ist, wurde das tatsächlich auch auf der Waldseite explizit gemacht.
Daniel Roßbach: Und aufmerksame Hörer haben vielleicht den Jingle jetzt schon erkannt.
Daniel Roßbach: Dass die Quelle dieses Tondokuments, was wir gerade gehört haben, natürlich auch der Textilvergehen-Podcast war.
Daniel Roßbach: Und über dieses die Begleitumstände dessen habt
Daniel Roßbach: Haben wir, oder besser habt ihr, weil ich war damals noch nicht dabei, habt ihr damals auch im Textilvergehen gesprochen?
Daniel Roßbach: Und das war Folge 73, falls es schon jemand sucht, und da können wir jetzt auch nochmal kurz reinhören, wie das damals so war.
Sebastian Fiebrig: Vor dem Spiel gab es ja zwei Transparente, also keine Choreo in dem Sinne, sondern Transparente.
Sebastian Fiebrig: Das erste war halt, dass man sich den Fußballgott erst verdienen muss.
Sebastian Fiebrig: Das spielte darauf an, dass es bei Union ist.
Sebastian Fiebrig: Eigentlich üblich ist, jeden eigenen Spieler mit Fußballgott zu begrüßen.
Sebastian Fiebrig: Muss man das erklären?
Daniel Roßbach: Ja, Robert, vielleicht halt schon, hin und wieder mal.
Daniel Roßbach: Jedenfalls war das auch einer der Gründe, warum ich mir das Thema für die Folge mal ausgesucht habe.
Daniel Roßbach: Das ist vielleicht nicht schade, das hier nun wieder dem auf den Grund zu gehen.
Daniel Roßbach: Aber hören wir mal noch ein bisschen weiter rein, wie ihr diese Form des bisschen leiseren Protests gegen die Leistung damals empfunden habt.
Sebastian Fiebrig: dass es nur sehr sanft rüberkam.
Sebastian Fiebrig: Ich glaube hinterm Tor war es kaum oder ne gerade hinter dem Tor habe ich es gut verstanden und von dem Gegengeraden habe ich fast gar nichts gehört.
Sebastian Fiebrig: Und es gab nur drei, vier Spieler, die
Sebastian Fiebrig: Tatsächlich ein bisschen lauter bedacht worden und es sind natürlich auch die, die irgendwie schon länger Vertrag haben.
Sebastian Fiebrig: Schab vertrag.
Sebastian Fiebrig: Genau, also Stuffi, Kohlmann, Matuschka und
Sebastian Fiebrig: Göhlert.
Sebastian Fiebrig: Wenn ich das so richtig fahren sind noch, ja.
Sebastian Fiebrig: Also die fünf, die haben wurden tatsächlich halt quasi normal.
Sebastian Fiebrig: Begrüßt der Rest eher so mit einem Verhalten, and die Pokalversager wurden nicht begrüßt.
Daniel Roßbach: Das ist vielleicht ein bisschen überspitzt ausgedrückt, aber so ungefähr war das jetzt schon offenbar.
Daniel Roßbach: Und das ist da auch nicht nur Leuten aufgefallen, die jede Woche zur Union gehen, sondern
Daniel Roßbach: Ich bin tatsächlich auf dieses Beispiel gestoßen von einem Groundhopping-Bericht, den ich im Internet nachgelesen habe, der eben auch erwähnt hat, dass es da offenbar einen Sonderfall irgendwie gab.
Daniel Roßbach: Und ich finde halt schon spannend, dass dieses Mittel gewählt wurde, um der eigenen Unzufriedenheit ausdruck zu verleihen.
Daniel Roßbach: Und auch, dass, da wo zumindest in dem Podcast, in den wir da gerade nochmal reingehört haben, der die allgemeine Stimmung unter so der Unionerschaft bestimmten.
Daniel Roßbach: .
Daniel Roßbach: zumindest ein Stück weit wieder eingefangen hat und wiedergegeben hat, auch keine große Kontroverse gab.
Daniel Roßbach: Ihr habt euch durchaus auch über den darüber gestritten, ein bisschen darüber, wie
Daniel Roßbach: Der Unzufriedenheit damals Ausdruck verliehen wurde.
Sebastian Fiebrig: War das das mit dem Banner auch UN zufrieden?
Daniel Roßbach: Genau, denn
Daniel Roßbach: In dem O-Ton haben wir ja gerade schon gehört, dass es zwei Banner gab, das eine war eben, dass man sich den Fußballgott verdienen muss und das andere war eins, auf dem stand unzufrieden.
Daniel Roßbach: Und das UN am Anfang war da farblich hervorgehoben.
Daniel Roßbach: Und wer mitgehört und mitgedacht hat, weiß natürlich, wer oder was damit gemeint ist, nämlich Uwe Neuhaus, der Trainer damals.
Daniel Roßbach: Der damit in dieser Kritik quasi hervorgehoben worden.
Daniel Roßbach: Und gerade du, Sebastian, fandst das damals gar nicht so gut.
Daniel Roßbach: Robert dagegen fand es ganz okay, weil es nicht jemand, der das
Daniel Roßbach: Banner mit gemalt hat, aber zumindest fand er da ein weniger schlechtest.
Daniel Roßbach: Es war aber eben so, dass der Liebesentzug in Form des aus dem Fußballgott-Olymp erstmal wieder runterholt.
Daniel Roßbach: Ähm
Daniel Roßbach: dass das nichts war, womit in dem Podcast irgendjemand größere Probleme hatte.
Speaker 7: Und da können wir auch nochmal vielleicht kurz reinhören, wie man das damals so gesehen hat.
Speaker 7: Das ist glaube ich auch einfach, wenn du nach so einem 0:4 eine Ehrenrunde machst und bewelt wirst, ist ja auch ein gewisser Kredit auf Vorschuss.
Speaker 7: Und wenn du dann in der Episode nochmal hinterher bringst, ist es so.
Sebastian Fiebrig: War so, dass man vielleicht auch gezeigt hat, dass es nicht selbstverständlich ist, dass die Fans die Mannschaft auch bei Niederlagen.
Sebastian Fiebrig: in der Stärke unterstützen.
Speaker 7: Ja, das ist das ist das.
Speaker 7: Usus ist bei uns, das ist aber nicht unbedingt ein unabänderliches Naturgesetz ist.
Speaker 7: Als Grundaussage Unzufrieden fand ich es total gut.
Speaker 7: Ich fand auch die Sache mit den Fußballgöttern total super.
Speaker 7: Ich hätte es bloß mir gewünscht, wenn es sozusagen auf alle Beteiligten gemünzt gewesen wäre.
Daniel Roßbach: Ja, also offenbar hatte man damals nicht so ein großes Problem damit, das eben auch mal abzuändern, die Form, in der da Leute begrüßt und Leuten ihre
Daniel Roßbach: Ja, Zugehörigkeit gezeigt wird.
Daniel Roßbach: Und dass es damals aber sowohl sportlich als auch in der Beziehung zwischen Fans und Mannschaft ja durchaus ein bisschen gekriselt hat und dass da einiges nicht gestimmt hat.
Daniel Roßbach: Das wurde dann eine Woche später noch deutlich sichtbarer und hat sich nochmal manifestiert.
Daniel Roßbach: Da hat nämlich dann Union nochmal 4:0 verloren.
Daniel Roßbach: In Dresden.
Daniel Roßbach: In Dresden, du sagst es.
Daniel Roßbach: Und da gab es dann tatsächlich ja auch Pfiffe gegen die Mannschaft, was ja so ein ganz klarer Bruch der Boone'schen Gesetze.
Daniel Roßbach: Vielleicht machen wir zu denen auch irgendwann mal eine eigene Folge, aber eins davon ist eben, pfeife nie die eigene Mannschaft aus.
Daniel Roßbach: Und dieser Vorfall ist ja wirklich nachhaltig in Erinnerung geblieben, auch bis heute.
Daniel Roßbach: Und zum Beispiel, als wir in der Saison 2017 und 2018 durchaus eine sportliche sehr maue Situation hatten
Daniel Roßbach: Uns auch deutliche Unzufriedenheit gab, haben wir darüber ja auch gesprochen.
Daniel Roßbach: Aber über das Fußballgott-Liebesentzug-Thema nicht so sehr.
Daniel Roßbach: Ich glaube auch, dass es
Daniel Roßbach: Mir zumindest kein anderer Fall jetzt in den letzten Jahren geblieben ist, in dem dieser gottgleiche Status der Unionspieler in irgendeiner Weise systematisch in Zweifel gezogen wurde.
Daniel Roßbach: Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern.
Daniel Roßbach: Was öfter vorkommt, ist, dass dabei jemand eben besonders laut und energisch als Fußballgott angesprochen wird.
Daniel Roßbach: Entweder weil Micha Parensen sich mal wieder von einer schweren Verletzung erholt hat oder weil er auch in der Bundesliga im Kader steht oder so.
Daniel Roßbach: Und manchmal auch, wenn jemand, der offenbar beliebt ist, gerade nicht spielt, dann kann das natürlich auch ein bisschen
Daniel Roßbach: Eine kritische Note zumindest haben, wenn man ihn in dieser positiven Weise hervorgibt.
Daniel Roßbach: Aber zum größten Teil ist es tatsächlich einfach eine Gelegenheit, Spielern besondere Zugeneigung spielen zu lassen, wenn man sie eben
Daniel Roßbach: dabei noch ein bisschen lauter und noch ein bisschen energischer und noch ein bisschen frenetischer als Fußballgott ausruft.
Daniel Roßbach: Natürlich gibt es auch noch den Sonderfall, dass sogar Spieler in den Genuss einer Fußballgott-Deklaration kommen, die gar nicht mehr bei Union spielen, sondern das mehr gemacht haben und
Daniel Roßbach: Vielleicht als Gegner oder Gästespieler zurückkommen.
Daniel Roßbach: Und vielleicht kann man an der Stelle jetzt nochmal ganz kurz den Bogen zum Anfang der Folge spannen.
Daniel Roßbach: Nämlich, dass es sehr schade ist, dass etliche Fußballgötter noch gar nicht zu solchen erkoren werden konnten, weil sie einfach noch nicht in die Saison, noch nicht vor Publikum im Stadion an der alten Fürsterei gespielt haben.
Sebastian Fiebrig: Also nicht vor vollem Haus.
Daniel Roßbach: Ja, das also ganz ohne Zuschauer mussten bis jetzt zum Beispiel Peter Musa und Leon Dajaku auskommen.
Sebastian Fiebrig: Max Kruse, glaube ich, auch ohne.
Daniel Roßbach: Max Kruse stand schon in den ersten Spielen der Saison ein paar Mal im
Daniel Roßbach: Im Kader, aber er und Robin Knoche, die nur so vor sozial distanzierten, deutlich reduzierten Publikum gespielt haben.
Daniel Roßbach: Fühlen sich dann vielleicht auch eher so als Halbgötter bis jetzt und haben dann hoffentlich nochmal die Gelegenheit, mit 22.
Daniel Roßbach: 000 und zwölf UnionerInnen diese eben entsprechend begrüßen.
Daniel Roßbach: Zu feiern, dass man sich wieder komplett im Stadion sehen kann.
Daniel Roßbach: Und eben auch dieses Ritual wieder so begehen kann, wie man das gewohnt ist.
Daniel Roßbach: Ja, das ist die Geschichte der
Daniel Roßbach: Ja, der Union Apotheose, wie ich es am Anfang gesagt habe.
Sebastian Fiebrig: Hast du noch Fragen?
Sebastian Fiebrig: Ich habe erstmal gelernt, was Apotheose heißt.
Sebastian Fiebrig: Das werde ich wahrscheinlich aber in einer halben Minute schon wieder vergessen haben.
Sebastian Fiebrig: Da muss ich mich immer wieder dran erinnern.
Sebastian Fiebrig: Deswegen nehmen wir den Kram ja auf.
Sebastian Fiebrig: Ja, ist richtig.
Sebastian Fiebrig: Kann ich mir immer wieder anhören.
Sebastian Fiebrig: Vor allem war mir überhaupt nicht bewusst, dass das so ein.
Sebastian Fiebrig: Dann machen wir das halt jetzt so Aktion wahr, sondern mir war eher so vom Gefühl her, dass es tatsächlich über die Zeit so ein bisschen gewachsen ist und
Sebastian Fiebrig: Also wie dieses "Na und", das ja nun, glaube ich, einen Tick früher eingeführt wurde, statt der üblichen unflätigen Beschimpfung.
Sebastian Fiebrig: Dachte ich halt, dass das irgendwie so Stück für Stück sichheit etabliert hatte.
Sebastian Fiebrig: Okay, das war für mich neu.
Sebastian Fiebrig: Und
Sebastian Fiebrig: Danke auch für diese Erinnerung.
Sebastian Fiebrig: Also ich erinnere mich, also gerade diese schlechte Zeit, die du jetzt nochmal so eingebracht hattest mit diesem schlechten Saisonstart da unter Uwe Neuhaus.
Sebastian Fiebrig: Ich erinnere mich tatsächlich nach diesem
Sebastian Fiebrig: 0:4 in Dresden gab es dann nochmal eine Aussprache beim Drachenbootrennen und unvergessen, wie Thorsten Matuschke da mit einem rosa Pullover erschienen ist.
Sebastian Fiebrig: War gut, aber war auch wirklich gut, diese Aussprache, muss ich auch sagen.
Sebastian Fiebrig: Okay, aber das sind ja toll.
Sebastian Fiebrig: Und danke nochmal auch an die für die Erinnerung an die schlechte Tonqualität mit der wir den Textilvergeben-Podcasts.
Sebastian Fiebrig: Damals aufgenommen haben, indem wir einfach ein Aufnahmegerät in die Mitte gestellt haben und alle so reingesprochen haben.
Daniel Roßbach: Aber auch in der Folge gab es übrigens einen sehr guten Auftritt des Podcast-Kinds, von daher.
Sebastian Fiebrig: Ja, dann noch schreiend wahrscheinlich.
Daniel Roßbach: Ja.
Daniel Roßbach: Wie gesagt, Folge 73, wer Lust hat, da nochmal reinzuhören.
Sebastian Fiebrig: Genau.
Sebastian Fiebrig: Gut.
Sebastian Fiebrig: Mehr Fragen habe ich ehrlich gesagt nicht.
Sebastian Fiebrig: Ich freue mich auch, wenn es mal wieder ins Stadion geht irgendwann.
Sebastian Fiebrig: Und dann den Leuten das angedeihen zu lassen.
Sebastian Fiebrig: Auf jeden Fall.
Sebastian Fiebrig: Diese Diskussion übrigens, die du auch genannt hast, die dann auch nochmal bei diesem Protest so ein bisschen aufgenommen wurde, dieses Fußballgott muss man sich erst verdienen, ist ja eine Sache, die man ja häufig von Fans anderer Mannschaften hört.
Sebastian Fiebrig: Bei uns muss man sich das erst verdienen.
Sebastian Fiebrig: Bei euch wird der quasi jeder, der gerade aus ihrem Platz stolpern kann oder unfallfrei im Platz betritt, schon Fußballgott.
Sebastian Fiebrig: Ja, da muss ich sagen, andere Kulturen.
Sebastian Fiebrig: Das ist halt so.
Sebastian Fiebrig: Da fällt mir nicht viel mehr dazu ein und ich gehe da auch nicht in Diskussionen bei solchen Themen.
Daniel Roßbach: Aber ich finde es halt auch schön, man kriegt ja gerade von neuen Spielern auch immer mal mit, dass die durchaus geflasht sind davon.
Daniel Roßbach: wie schnell oder wie bedingungslos das quasi ist.
Daniel Roßbach: Und es, wie gesagt, ich finde das was sehr Schönes für sich hat.
Sebastian Fiebrig: Wunderbar.
Sebastian Fiebrig: Dann können wir jetzt zum Feedback-Hinweisblock kommen, ne?
Sebastian Fiebrig: Genau.
Daniel Roßbach: Ich habe noch ein, das wollte ich eigentlich am Anfang von der Folge schon erwähnen.
Daniel Roßbach: Habe ich da noch vergessen, wo wir bei Feedback und Hinweisen sind.
Daniel Roßbach: Ich habe nämlich ein bisschen Feedback bekommen zu einer Folge, die wir gemacht haben, wo es um ein paar Affären bei Union und äh
Daniel Roßbach: Und Michael Albrecht ging.
Daniel Roßbach: Und zwar hat mich da jemand angerufen, der Michael Albrecht, der von ihm beziehungsweise sein Erben Grundstück oder
Daniel Roßbach: Kein Grundstück, ich glaube eine Scheune, was kaufen wollte.
Daniel Roßbach: Und damit sich schwer getan hat, weil da niemand mehr zu erreichen war.
Daniel Roßbach: habe ich übrigens gerade, ich meine Manfred Albrecht, ich habe glaube ich gerade die Vornamen durcheinander gebracht.
Daniel Roßbach: Jedenfalls konnte ich dem Herrn leider nicht weiterhelfen.
Daniel Roßbach: Aus Sachsen war der, glaube ich.
Daniel Roßbach: Aber wenn jemand noch einen Hinweis hat.
Daniel Roßbach: Irgendwelche Geschäftsvertreter von Manfred Albrecht.
Daniel Roßbach: Kann sich ja vielleicht nochmal bei mir melden, dann würde ich da den Kontakt nochmal herstellen.
Daniel Roßbach: Der Herr klang durchaus verzweifelt.
Sebastian Fiebrig: Ja, das kann ich mir vorstellen.
Sebastian Fiebrig: Klingt auch so wie so eine Fortsetzung der Geschichte, bloß in vielleicht ein paar Nummern kleiner als meinetwegen Forum Köpenick oder so.
Sebastian Fiebrig: Gut.
Sebastian Fiebrig: Dann, wenn ihr uns Feedback geben wollt, dann könnt ihr das natürlich unter jeder Podcast-Episode bei uns auf der Website machen und min-niemals-vergessen-podcast.
Sebastian Fiebrig: de
Sebastian Fiebrig: Ihr könnt uns auf Twitter, da sind wir atunv-podcast auch schreiben.
Sebastian Fiebrig: Ihr könnt Daniel oder mir auch direkt schreiben auf Twitter.
Sebastian Fiebrig: Daniel heißt da atda-rosbach, ich saumselig.
Sebastian Fiebrig: Da könnt ihr auch Hinweise für neue Episoden schicken, falls ihr tolle Sachen habt oder halt auch Dokumente, wozu es sich lohnt, mal was zu machen oder einfach
Sebastian Fiebrig: Ideen, worüber man unbedingt mal berichten sollte, dann könnt ihr das dort machen.
Sebastian Fiebrig: Ihr könnt uns auch E-Mails schreiben, entweder an Daniel oder an Sebastian at und-niemals-vergessen-podcast.
Sebastian Fiebrig: de
Sebastian Fiebrig: Und natürlich könnt ihr uns auch bewerten, das finden wir toll, mit Sternen bewerften, fünf Sterne natürlich immer.
Sebastian Fiebrig: Und das könnt ihr machen bei Apple Podcasts und wo auch immer sonst panoptikum.
Sebastian Fiebrig: de.
Sebastian Fiebrig: Oder ihr könnt natürlich auch
Sebastian Fiebrig: Dort Rezensionen hinterlassen.
Sebastian Fiebrig: Habe ich irgendwas vergessen, Daniel?
Daniel Roßbach: Ich glaube nicht.
Daniel Roßbach: Ihr könnt euren Freunden davon erzählen, dass es den Podcast gibt.
Sebastian Fiebrig: Freunden, Familie, Unionerinnen, Union.
Sebastian Fiebrig: Und die, die es werden soll.
Sebastian Fiebrig: Wunderbar.
Sebastian Fiebrig: Dann, Daniel, sei gespannt auf eine Geschichte beim nächsten Mal.
Sebastian Fiebrig: Ich sage mal so, sie geht.
Sebastian Fiebrig: Sie ist ein bisschen weiter in der Vergangenheit als deine Geschichte und sie ist ein bisschen martialisch und sie kommt dir sehr nah.
Sebastian Fiebrig: Okay.
Sebastian Fiebrig: Mehr verrate ich jetzt aber noch nicht.
Sebastian Fiebrig: Das wird auf jeden Fall witzig.
Daniel Roßbach: Bin schon mal gespannt, ja.
Sebastian Fiebrig: Alles klar.
Sebastian Fiebrig: Dann bis zum nächsten Mal.
Intro: Doch die Unioner selbst werden gut beraten sein, auch in der Stunde der Euphorie niemals zu vergessen, was war, um so zu bleiben, wie sie sind.